Aufdachdämmung

Bei einer Aufbau-Dämmung handelt es sich um Fassaden-Dämm-Elemente mit eingelassener Traglattung oder einer Konterlattung, die auf die Fassade aufgebracht wird. Der verbleibende Zwischenraum wird gedämmt. Die genannten Varianten sind geeignet für das vollflächige Dämmen einer hinterlüfteten Fassade.

Hinterlüftete Fassaden sind generell bei der Fassaden-Dämmung zu präferieren, denn so ist der Fassadenaufbau dampfdiffusionsoffen. In den Wintermonaten zieht die Dämmung Schwitz-Wasser, dieser Vorgang ist ganz normal aus bauphysikalischer Sicht. In den Sommermonaten kann das Wasser ohne Schäden wieder abgegeben werden, d.h. durch die Luftschicht die an die äußere Umgebung angeschlossen ist difundieren.

Bei alten Bauten ist dies besonders wichtig, denn heutzutage werden ganz andere, offenporigere Baumaterialien verwendet. Dadurch kann mit einer viel geringeren Mauerstärke gearbeitet werden. So wurden Feldsteine früher bei ca. 980°C – 1200°C unkontrolliert gebrannt. Kalksandsteine werden hingegen in einem Pressverfahren mit chemischen Zusätzen hergestellt, dadurch ist die Zusammensetzung der Steine im Gefüge dampfdiffusionsoffener, Porenbeton ebenso.